So, der eigentliche Tourstart lag uns ja jetzt eigentlich erst bevor. Leider war es gar nicht so einfach, passende und vor allem unverfälschte Informationen über unsere bevorzugte Strecke zu bekommen.
Mit dem Fahrrad in Mexiko unterweges zu sein ist allen Anschein nach nicht die Regel. Wir haben uns schliesslich dazu entschlossen mit dem Bus bis nach Cuernavaca zu fahren und mit tollen Eindrücken Mexico City (diese Stadt lebt nicht nur, nein, sie bebt förmlich, und das bis in die tiefste Nacht!) erstmal hinter uns zu lassen.
In Cuernavaca angekommen, haben wir uns auf die Abfahrt vorbereitet, um dann am nächsten Morgen (14.04.05) Richtung Puenta de Ixtla ( 45 km) aufzubrechen. Wir haben die Morgenkuehle genutzt um zu fahren und waren dann bereits um 10 Uhr morgens dort – das war auch dringend notwendig, denn um diese Uhrzeit hatte es bereits 36 Grad im Schatten.
Der Vekehr erwies sich als weniger schlimm als erwartet, die Mexicaner fahren natürlich etwas südländischer als in Deutschland, aber das scheinen sie dann auch zu beherrschen. Mit dem Ritschie nehmen wir sowieso fast eine Spur ein, so dass gar keiner auf die Idee kommt, sich an uns vorbeizuquetschen.
Am nächsten Tag gings dann weiter Richtung Iguala, und kurz nach dem Aufbruch stand uns auch schon die erste „Bergwertung“ bevor. Wie waren wieder sehr früh aufgebrochen (05.45), um die Kühle am Morgen zu nutzen, verpassten dementsprechend aber auch das Frühstück im Hotel.
Dies bekamen wir nach ca. 2 Stunden zu spüren – als wir den aufkommenden Unterzucker mit Enchilladas con pollo und jeder Menge Cola besiegt hatten, stand die Sonne schon wieder fast senkrecht über uns und es wurde brütend heiss.
Den nächsten Berg nahmen wir noch in Angriff, beschlossen dann aber auf halber Strecke im Schatten eines Baumes am Strassenrand Siesta abzuhalten um die Mittagshitze vorüberziehen zu lassen. Um 16 Uhr brachen wir trotz hoher Luftfeuchtigkeit wieder auf. Gegen die immer noch sengende Hitze hatten wir unsere T-Shirts und Haare mit Wasser benetzt, was sich als sehr wirkungsvoll erwies.
Trotzdem waren wir froh, nach 1, 5 Stunden Quälerei die nächste Stadt erreicht zu haben, wo wir uns im ersten Hotel mit Dusche und Venitlator niederliessen.Am nächsten Morgen (16.04.) gings erst noch über ein paar kleinere Berge, um dann schliesslich ins Tal nach Iguala hinabzudüsen.
Damit waren wir an diesem Tag zwar nur 35 km geradelt, aber da die nächste Stadt 120 km entfernt lag, beschlossen wir, uns ein nettes Hotel mit Pool zu suchen, um uns erst am nächsten Tag erneut auf den Weg zu machen.