Von Salinas aus wollen wir uns weitere Wellblechpiste, die noch dem Vulkan Tunapa entlang fuehrt, sparen und fahren gleich auf den Salzsee, denn der ist doch superglatt und gut befahrbar!? Und tatsaechlich eine harte und glatte Oberflaeche laesst uns dahinfliegen - fuer gut 200m. Dann wird der See mal sumpfig und mal rauh und holprig wie die schlimmste Wellblechpiste. In der Erwartung, dass das ja nur uebergangsweise sein kann, quaelen wir uns voran. Bis zum Abend schaffen wir es nur bis zum Ende der Halbinsel auf der der Vulkan liegt und schlagen unser Zelt 5 km vom Ufer aus auf. Die Heringe lassen sich mit Muehe 2-3 cm in dem Salz versenken, halten dann aber felsenfest. Das ist auch gut so, denn mit dem Abend kommt stuermischer Wind auf.
Am naechsten Tag folgen wir einer Jeepspur ueber den Salar, die schon etwas besser zu befahren ist. Als wir uns nach 10km zum ersten mal umschauen, sitzt uns der Vulkan immer noch im Nacken. Uns kommt es vor als wuerden wir gegen ein Foerderband fahren und gar nicht vorwaertskommen. Nochmal 10 km weiter taucht vor uns ein schwarzer Punkt aus den Luftspiegelungen auf und nach insgesamt 45km erreichen wir Isla Inca Huasi und damit auch den regulaeren Gringotrail zum Besuch des Salars. Es stehen mehrere Jeeps mit Touristen vor der Insel und ueber schon ganz schwarze Spuren kommen staendig neue Jeeps oder fahren wieder ab. Nach der Stille auf dem Salar, kommt uns das Treiben sehr hektisch vor und wir sind froh, als sich die Autos langsam ausduennen und wir alleine mit dem Besitzer des Restaurants auf der Insel zurueckbleiben. Oskar kocht zwischen den Felsen und Kakteen fleissig Sueppchen (mit Petersilie), dann fahren wir noch ein paar Kilometer von der Insel weg (laesst sich leichter abschuetteln, da deutlich kleiner als der Vulkan) und schlagen unser Zelt auf.
Am naechsten Tag sind es nochmal gut 25km bis zum Rand des Salars und dann 20km Wellblechpiste bis zum Ort Colcha-K. Wir hatten schon 2 Stunden fuer die 20km eingeplant, exzessives Wellblech und dann auch noch Gegenwind machen uns dann aber so zu schaffen, dass wir erst nach 3 Stunden entnervt ankommen. Wir haben eine Routenbeschreibung bis zur Grenze von Chile, die aber erst fuer den spaeteren Teil durch das Gebiet der Lagunen von sehr schlechten und muehsamen Pisten schreibt. Wie soll dass dann bloss noch werden? Eine Pause tut dringend not und so bleiben wir fuer einen Tag in Colcha-K. Der Ort und seine Einwohner strahlen eine unheimliche Ruhe aus und so schauen wir dem langsamen Treiben zu und tanken Energie. Von dem Herbergsbesitzer und einem lokalen Fuehrer holen wir noch Informationen ein ueber die beste zu fahrende Strecke. Dies ist nicht ohne Risiko, denn was fuer einen Jeep gut zu fahren ist, kann fuers Radl schon fuerchterlich sein.