Home
About Us
Oskar Spezial
Reisetagebuch
Mexiko
Guatemala
El Salvador
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Ecuador
Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Über die Grenze
El Calafate
Fin del Mundo
Kontaktformular
Gästebuch

Wir radeln am Nachmittag noch weiter ueber die Grenze nach Chile in die Stadt Puerto Natales, die fuer Touristen das Basislager fuer den Besuch von Torres del Paine ist. Der Nationalpark ist neben dem Perito Moreno Gletscher der Hoehepunkt einer jeden Patagonienreise und viele Leute kommen, um die beeindruckenden Bergformationen  wandernd zu erkunden.

Wir besorgen uns grosse Rucksaecke, kaufen Proviant fuer eine Woche und heben auch nochmal Geld ab, denn die Campingplaetze im Park sollen recht teuer sein. In Puerto Natales ist alles auf Torres del Paine ausgerichtet und selbst in der Waescherei sind Tickets fuer den Bus erhaeltlich.

Bei dunkelstem Himmel und leichtem Nieselregen steigen wir in den Bus, noch optimistisch, dass das Wetter wieder besser wird. Auf dem Campingplatz Las Torres schlagen wir unser erstes Lager auf und unternehmen von dort aus kleinere Wanderungen. Oft sitzen wir aber auch bei Regen in unserem Zelt und versuchen uns und die Kinder bei Laune zu halten. Nach drei Tagen ohne Wetterbesserung ziehen wir zum Campingplatz Pehoe um. Dieser befindet sich in Sichtweite der Berge an einem See und das Wetter ist hier schon deutlich besser. Direkt neben dem Campingplatz fuehrt ein Pfad durch einen alten Wald, der von den zahlreichen Waldbraenden in der Gegend verschont blieb. Es ist fuer uns schon ungewohnt so hohe und dicke Baeume zu sehen. Zwei Stunden vor unserer Rueckfahrt reisst dann endlich der Himmel auf und wir koennen noch kurz die schoene Aussicht auf die Torres del Paine geniessen bevor es zurueck nach Puerto Natales geht, wo schon unsere Fahrraeder auf uns warten.

 

Die Strasse ist jetzt gut geteert und verlaeuft immer Richtung Suedost. Der Theorie nach muessten wir gut Rueckenwind haben und tatsaechlich: kaum radeln wir los, wird es auf einmal sehr still und wir fangen an zu schwitzen. Da wir genau mit dem Wind fahren, fehlt die Kuehlung und auch das schon so gewohnte Rauschen im Ohr faellt weg. Mit teilweise ueber 30 Kmh sausen wir dahin und schalten in Gaenge, die wir waehrend der ganzen Reise noch nicht gebraucht haben. 

Schon nach drei Tagen kommen wir im 250 Km entfernten Punta Arenas an. Dann allerdings ziemlich kaputt und mit ordentlichem Muskelkater: Einmal im Geschwindigkeitsrausch wollten wir auch mit weniger Hilfe durch den Wind trotzdem nicht langsamer fahren. Unsere Raeder werden des Reisens immer mueder, bei mir geht der Freilauf kaputt, Speichen reissen fast taeglich und eine Nabe am Kinderanhaenger gibt schrilles metallenes Quietschen von sich. Punta Arenas nennt sich zwar "Fin del Mundo", trotzdem bekomme ich innerhalb von zwei Stunden die Lager in der Nabe ausgetauscht und auch guten Ersatz fuer den Freilauf.

Die Saison der Pinguine in Punta Arenas ist zwar schon vorbei, ein paar wenige koennen wir aber doch noch in einer Bucht 70 Km noerdlich von Punta Arenas besichtigen. Regungslos sitzen sie am Strand und harren in dem eiskalten Wind aus. Wir haben nur eine Stunde Zeit bevor unser Bus zurueckgeht, aber das reicht schon aus, uns gut durchzufrieren. Oskar und Sophie gefallen die Pinguine sehr - genau ihre Groesse.

ZurückWeiter